Sonntag, 30. Mai 2010

Auf der L186 von Waldkirch D zur Kandelpasshöhe





Das schmale Strässlein von Waldkirch hinauf zur Kandelpasshöhe ist bei Motorradfahrern kult. Auf einer relativ kurzen Strecke werden rund 900 Höhenmeter überwunden. Will heissen: Es geht zünftig bergan, wobei auch einige schöne Serpentinen nicht fehlen. Eigentlich ist die L186 zur Kandelpasshöhe auf 1200 müM problemlos zu befahren. Es gibt aber drei Dinge, auf die der Biker achten sollte: 1. Der Strassenbelag hat zweifelsohne schon bessere Zeiten erlebt. Also immer schön die Strasse scannen, dann kommt es gut. 2. Die Strasse ist halt schon ziemlich eng. Autos können kaum kreuzen, bei Motorrädern sollte es eigentlich problemlos sein. Es lohnt sich auf jeden Fall, nicht immer die Linie nach Lehrbuch zu fahren sondern sich eher rechts zu halten. Man weiss ja nie... 3. Die Radfahrer: Auch sie mögen die Strasse auf den Kandel. Und das ist ja auch gut so. Doch meistens tauchen sie unverhofft hinter einer unübersichtlichen Kurve auf, und dies erst noch bei Gegenverkehr.

Montag, 26. April 2010

Motorradsegnen in Döttingen AG und Bikertag der Verkehrspolizei am Schluchsee D




Das traditionelle Motorradsegnen in Döttingen und der Bikertag der Verkehrspolizei Waldshut-Tiengen fallen stets auf dasselbe Wochenende. Für Motorradfahrer eine ideale Konstellation. Und noch idealer, dass das Motorradsegnen seit der Erstaustragung vor sieben Jahren noch nie verregnet wurde. Dieser Anlass, der auf dem Areal der Schule Döttingen wurde, war wiederum sehr gut besucht. Mehrere hundert Biker liessen es sich nehmen, mit ihren Maschinen vorzufahren und wohnten dem originellen Biker-Gottesdienst bei. Pfarrer Hans Boog hielt nicht nur eine launige Predigt, er hatte sich für die Fürbitten etwas Besonderes ausgedacht: Diese wurden von Schülern gehalten und als Antwort drückten sämtliche Biker die Hupen ihrer Maschinen. Sodann zog der Pfarrer von Motorrad zu Motorrad und segnete die Biker sowie ihre schweren Maschinen.

Während ein Teil der Motorradfahrer-Familie in Döttingen verweilte, fachsimpelte, Töffs bestaunte und das gemütliche Beisammsein pflegte, zog es andere Biker nordwärts in den Schwarzwald. Bei der Talsperre des Stausees Schluchsee wurde der Bikertag der Verkehrspolizei Waldshut-Tiengen durchgeführt. Ein Anlass, ganz im Zeichen der Prävention und des Dialogs. Neben Tipps zur Unfallverhütung, anschaulichen Demos des Rettungsdienstes, Videovorführungen der Polizei und einem Fahrschulparcours stand der Austausch zwischen Bikern und Hütern des Gesetzes im Mittelpunkt. Es ging darum, gegenseitiges Verständnis zu schaffen. "Mit unseren Kontrollen wollen wir nicht die Motorradfahrer piesaken, sondern schwere Unfälle verhindern", so die Polizei.

Mittwoch, 21. April 2010

Über die L146 nach Unteraha D an den Schluchsee




Der Schluchsee ist bei Bikern gleichermassen bekannt und beliebt. Und dieser Stausee hoch oben im Südschwarzwald ist auf verschiedenen Routen zu erreichen. Eine der schöneren fängt gleich hinter St. Blasien an. Auf halber Strecke in Richtung Bernau befindet sich kurz vor dem Ort Weierle die Abzweigung zum Schluchsee via die L146. Diese Strasse ist recht wenig befahren und daher wie gemacht für Motorradfahrer. Anfangs geht es sanft bergan, mit einigen langgezogenen Kurven. Die erste Haarnadelkurve leitet dann den richtigen Anstieg ein. Es geht teils steil hinauf bis auf einer Höhe von 1131 Metern über Meer der Kulminationspunkt der L146 erreicht wird. Danach gehts wieder zünftig bergab. Es folgen Ortschaften mit den originellen Namen wie Äule oder Aha, und nach wenigen Kilometern ist man schon in Unteraha am schönen Schluchsee. An der L146 gefallen die sehr gut ausgebauten Haarnadelkurven. Diese sind sehr breit, wodurch man beim "Kuvenräubern" genügend Reserven hat und sehr saubere Linien fahren kann. Einzig der teils schlechte Belag mindert den Kurvenspass.

Sonntag, 11. April 2010

Von Detzeln D nach Gurtweil D durchs Steinatal und Schlüchttal im Südschwarzwald






Nach all den Schweizer Routen zur Abwechslung eine Strecke aus dem benachbarten Ausland. Dass der Schwarzwald auf Motorradfahrer einen besonderen Reiz ausübt, ist nichts Neues. Kurvenreiche Strassen in idyllischer Landschaft, die erst noch weniger dicht besiedelt ist als in der Schweiz und ein etwas "gnädigeres" Tempolimit locken die Biker über die Grenze. Eine dieser schönen Strecken beginnt in Detzeln, beim Eingang ins Steinatal. Dem Flüsslein entlang geht es zwischen den Felsen hinauf in Richtung Untermettingen. Es ist eine kurvenreiche, aber spassige Angelegenheit. In Untermettingen hat man die Möglichkeit, weiter durchs Steinatal in Richtung Bonndorf zu fahren. Oder aber man biegt rechts ab, und fährt auf einer ebenfalls kurvenreichen, stark ansteigenden Strasse nach Ühlingen ins Schlüchttal. Dort geht es hinunter nach Gurtweil, dem Flüsslein Schlücht entlang. Hier sind die Felsen noch ein wenig steiler, näher an der Strasse und damit unübersichtlicher als im Steinatal. Kurvenkombination folgt auf Kurvenkombination. Aber aufgepasst: Die Strecken im Steinatal wie auch im Schlüchttal sind extrem steinschlaggefährdet. Will heissen: Der ständige Blick auf den Asphalt vor der Nase ist (überlebens)wichtig. Immer wieder liegen faustgrosse Steine auf der Strasse, die im schlimmsten Fall den Biker zu Fall bringen können.

Freitag, 9. April 2010

Von Erlinsbach AG nach Kienberg SO über die Saalhöhe




Die Saalhöhe macht Spass. Dies vor allem auf der Erlinsbacher Seite bergwärts. Leckere Kurven, ideale Steigung und eine gut ausgebaute Strasse erfreuen das Herz. Einziger Wermutstropfen: Auf der Strecke herrscht sehr oft viel Verkehr. Zudem verkehrt ein Linienbus hinauf zur Passhöhe und zur Klinik Barmelweid. Dem flüssigen Fahren ist dies ein wenig abträglich. Wer die Passhöhe auf 779 Meter über Meer erreicht hat stellt fest, dass auf der Route hinunter nach Kienberg andere Verhältnisse herrschen. Die Strasse ist nicht so gut ausgebaut wie auf der Aargauer Seite und auch der Belag ist schlechter. Gleichwohl macht auch die Fahrt in umgekehrter Richtung Laune, womit die Saalhöhe im Ranking der Juraübergänge weit vorne landet.