Donnerstag, 22. Juli 2010
Auf kurvenreicher Strasse an den Schluchsee
Viele Wege führen nicht nur nach Rom, sondern auch an den Schluchsee im Schwarzwald. Eine der weniger bekannten Routen startet in Witznau im Schlüchttal. Gleich nach dem Gasthof Witznau zweigt die Kreisstrasse K6594 links von der Schlüchttalstrasse ab. Von dort aus gehts sofort steil und in einigen Serpentinen bergwärts. Auf relativ kurzer Strecke werden einige Höhenmeter bewältigt. Danach gehts zwar weiter bergauf, allerdings fast unmerklich. Denn die Strasse führt in langgezogenen Kurven und durch kleine Weiler und Dörfer über eine grosse Ebene, bevor es in Richtung Schluchsee wieder durch dichte Wälder kurvt und fährt. Besonders erfreulich: Auf dieser Kreisstrasse herrscht relativ wenig Verkehr. Und das mögen wir Motorradfahrer ja sehr.
Montag, 28. Juni 2010
Über den Klausenpass von Linthal (GL) nach Altdorf (UR)
Rund 50 Kilometer lang ist die Strecke von Linthal im Kanton Glarus nach Altdorf im Kanton Uri. Wer auf diesem Weg vom Glarnerland ins Urnerland gelangen will hat den 1952 Meter hohen Klausenpass zu überwinden. Von der Glarner Seite her beginnt der Anstieg direkt hinter Linthal. Die ersten Serpentinen sind mit Kopfsteinpflaster besetzt und geben schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf das, was auf dem folgenden Kilometern alles kommen wird. Zuerst geht es durch gut ausgebaute Galerien und Serpentinen hinauf in Richtung Urnerboden. Die Strasse ist recht gut ausgebaut, und auch das Überholen langsamerer Fahrzeuge ist problemlos und vor allem gefahrlos möglich. Ist der Urnerboden erreicht, ist es vorerst vorbei mit engen Kurven und giftigen Steigungen. Auf fast schnurgerader Strecke geht es geradeaus, was aber die Konzentration nicht beeinträchtigen darf. Denn die Strasse ist eine veritable Holperpiste, wegen des freien Weidgangs muss immer wieder mit auf der Strasse stehenden Kühen gerechnet werden und Kuhfladen auf der Strasse können die Bodenhaftung der Reifen doch arg beeinträchtigen. Nach dem Urnerboden geht es wieder steil bergan in Richtung Passhöhe. Die Strasse ist hier bisweilen recht eng, wobei die Serpentinen doch sehr gut ausgebaut, übersichtlich und damit problemlos befahrbar sind.
Auf der Passhöhe lässt es sich dank dem gut ausgestatteten Kiosk sehr gut verweilen. Die folgende Abfahrt ins Urnerland hat es in sich. Denn die Strasse ist auf einer recht langen Strecke extrem eng. Autos können nur mit Mühe kreuzen und die Felswand ist sehr nah. Es lohnt sich, stets bremsbereit zu sein. Ist dieser Abschnitt geschafft, geht es auf gut ausgebauter Strecke durch das schöne Schächental hinunter nach Altdorf.
Die Fahrt über den Klausen dauert rund 50 Minuten. Ich habe beschlossen, den ganzen Mitschnitt und nicht nur Ausschnitte zu zeigen. Wegen der Längenbeschränkung von Youtube musste ich das Video in 5 Teile aufteilen. Der Player oben spielt aber alle Videos automatisch hintereinander ab.
Sonntag, 30. Mai 2010
Auf der L186 von Waldkirch D zur Kandelpasshöhe
Das schmale Strässlein von Waldkirch hinauf zur Kandelpasshöhe ist bei Motorradfahrern kult. Auf einer relativ kurzen Strecke werden rund 900 Höhenmeter überwunden. Will heissen: Es geht zünftig bergan, wobei auch einige schöne Serpentinen nicht fehlen. Eigentlich ist die L186 zur Kandelpasshöhe auf 1200 müM problemlos zu befahren. Es gibt aber drei Dinge, auf die der Biker achten sollte: 1. Der Strassenbelag hat zweifelsohne schon bessere Zeiten erlebt. Also immer schön die Strasse scannen, dann kommt es gut. 2. Die Strasse ist halt schon ziemlich eng. Autos können kaum kreuzen, bei Motorrädern sollte es eigentlich problemlos sein. Es lohnt sich auf jeden Fall, nicht immer die Linie nach Lehrbuch zu fahren sondern sich eher rechts zu halten. Man weiss ja nie... 3. Die Radfahrer: Auch sie mögen die Strasse auf den Kandel. Und das ist ja auch gut so. Doch meistens tauchen sie unverhofft hinter einer unübersichtlichen Kurve auf, und dies erst noch bei Gegenverkehr.
Montag, 26. April 2010
Motorradsegnen in Döttingen AG und Bikertag der Verkehrspolizei am Schluchsee D
Das traditionelle Motorradsegnen in Döttingen und der Bikertag der Verkehrspolizei Waldshut-Tiengen fallen stets auf dasselbe Wochenende. Für Motorradfahrer eine ideale Konstellation. Und noch idealer, dass das Motorradsegnen seit der Erstaustragung vor sieben Jahren noch nie verregnet wurde. Dieser Anlass, der auf dem Areal der Schule Döttingen wurde, war wiederum sehr gut besucht. Mehrere hundert Biker liessen es sich nehmen, mit ihren Maschinen vorzufahren und wohnten dem originellen Biker-Gottesdienst bei. Pfarrer Hans Boog hielt nicht nur eine launige Predigt, er hatte sich für die Fürbitten etwas Besonderes ausgedacht: Diese wurden von Schülern gehalten und als Antwort drückten sämtliche Biker die Hupen ihrer Maschinen. Sodann zog der Pfarrer von Motorrad zu Motorrad und segnete die Biker sowie ihre schweren Maschinen.
Während ein Teil der Motorradfahrer-Familie in Döttingen verweilte, fachsimpelte, Töffs bestaunte und das gemütliche Beisammsein pflegte, zog es andere Biker nordwärts in den Schwarzwald. Bei der Talsperre des Stausees Schluchsee wurde der Bikertag der Verkehrspolizei Waldshut-Tiengen durchgeführt. Ein Anlass, ganz im Zeichen der Prävention und des Dialogs. Neben Tipps zur Unfallverhütung, anschaulichen Demos des Rettungsdienstes, Videovorführungen der Polizei und einem Fahrschulparcours stand der Austausch zwischen Bikern und Hütern des Gesetzes im Mittelpunkt. Es ging darum, gegenseitiges Verständnis zu schaffen. "Mit unseren Kontrollen wollen wir nicht die Motorradfahrer piesaken, sondern schwere Unfälle verhindern", so die Polizei.
Mittwoch, 21. April 2010
Über die L146 nach Unteraha D an den Schluchsee
Der Schluchsee ist bei Bikern gleichermassen bekannt und beliebt. Und dieser Stausee hoch oben im Südschwarzwald ist auf verschiedenen Routen zu erreichen. Eine der schöneren fängt gleich hinter St. Blasien an. Auf halber Strecke in Richtung Bernau befindet sich kurz vor dem Ort Weierle die Abzweigung zum Schluchsee via die L146. Diese Strasse ist recht wenig befahren und daher wie gemacht für Motorradfahrer. Anfangs geht es sanft bergan, mit einigen langgezogenen Kurven. Die erste Haarnadelkurve leitet dann den richtigen Anstieg ein. Es geht teils steil hinauf bis auf einer Höhe von 1131 Metern über Meer der Kulminationspunkt der L146 erreicht wird. Danach gehts wieder zünftig bergab. Es folgen Ortschaften mit den originellen Namen wie Äule oder Aha, und nach wenigen Kilometern ist man schon in Unteraha am schönen Schluchsee. An der L146 gefallen die sehr gut ausgebauten Haarnadelkurven. Diese sind sehr breit, wodurch man beim "Kuvenräubern" genügend Reserven hat und sehr saubere Linien fahren kann. Einzig der teils schlechte Belag mindert den Kurvenspass.
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